
HEIZEN MIT HOLZ – SO GEHT’S RICHTIG!
Wir freuen uns, daß die Umrechnung von Maßeinheiten bei der Brennholzlieferung nun auch von führenden Organisationen in Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als nicht geeignet bzw. nicht zulässig benannt wird. Sie finden die Kurzerklärung hier:
Heizen mit Holz Seitenauszug
Die gesamte Broschüre können sie hier downloaden:
Heizen mit Holz gesamte Broschüre
Für eine nachhaltige und unabhängige Wärmeversorgung
HKI Büro Leipzig
Naturbrennstoffe Kiefer GmbH
Nonnenweg 1
04838 Jesewitz
3. Juli 2026
Zwei zentrale Forderungen der Branche bereits berücksichtigt – weiterer Anpassungsbedarf bleibt bestehen Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. sieht im von der Bundesregierung beschlossenen Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) erste wichtige Verbesserungen für die Holzwärme. Zwei zentrale Kritikpunkte der Branche – die gesetzliche Verankerung des Kaskadenprinzips sowie die Verknüpfung mit der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) – finden sich im aktuellen Regierungsentwurf nicht mehr wieder. Der Verband wertet dies als wichtigen Zwischenerfolg, sieht jedoch weiteren Anpassungsbedarf im parlamentarischen Verfahren. Der Verband sieht darin einen wichtigen ersten Erfolg der gemeinsamen Interessenvertretung von Herstellern moderner Feuerstätten, Brennstoffanbietern und weiteren Akteuren der Holzwärmebranche. „Es freut uns, dass zwei zentrale Kritikpunkte aus den ursprünglichen Überlegungen der Bundesregierung nicht mehr Bestandteil des Gesetzentwurfs sind. Dies zeigt, dass die fachlichen Argumente der betroffenen Branchen gehört wurden“, erklärt Frank Kienle, HKI-Geschäftsführer. Aus Sicht des Verbandes wäre sowohl die gesetzliche Festlegung des Kaskadenprinzips als auch die Verknüpfung mit der EUDR mit erheblichen praktischen Problemen verbunden gewesen. Während die energetische Nutzung von Rest- und Nebenprodukten aus Forstwirtschaft und Holzverarbeitung bereits heute einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Wärmeversorgung leistet, hätte die vorgesehene EUDR-Regelung zu zusätzlichen Unsicherheiten entlang der Brennstofflieferkette geführt. Trotz dieser positiven Entwicklung sieht der HKI weiterhin Anpassungsbedarf im weiteren Gesetzgebungsverfahren. Insbesondere setzt sich der Verband für die uneingeschränkte Anerkennung moderner Einzelraumfeuerstätten innerhalb der sogenannten Biotreppe ein. Darüber hinaus fordert der HKI, den bisherigen Primärenergiefaktor von 0,2 für Holz beizubehalten und damit die tatsächlichen Beiträge der Holzwärme zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit und erneuerbarer Wärme angemessen zu berücksichtigen. Auch bei den Nachweis- und Dokumentationspflichten müsse dringend nachgebessert werden. Holzwärme leistet bereits heute einen bedeutenden Beitrag zur Wärmewende. Allein in Deutschland sind rund 11,7 Millionen Einzelraumfeuerstätten installiert. Insbesondere in Kombination mit Wärmepumpen können moderne Feuerstätten Lastspitzen abdecken, die Stromnetze entlasten und die Versorgungssicherheit erhöhen. Gleichzeitig eröffnet die hybride Kombination die Möglichkeit, Wärmepumpen bedarfsgerechter und damit oftmals kleiner auszulegen. Dies kann die Investitionskosten reduzieren und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems verbessern. Darüber hinaus stärken moderne Feuerstätten die Resilienz von Gebäuden und leisten insbesondere in Krisensituationen einen wichtigen Beitrag zur Wärmeversorgung. Der HKI wird sich gemeinsam mit seinen Partnerverbänden auch im parlamentarischen Verfahren weiterhin konstruktiv einbringen, damit die angekündigte Technologieoffenheit der Bundesregierung im Bereich der Wärmeerzeugung umfassend im Gesetz verankert wird. Die vollständige HKI-Stellungnahme zum Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes kann von interessierten Fachmedien beim Verband angefordert werden.
3. Juli 2026
Im Rahmen eines gemeinsamen Branchenwochenendes in der Pfalz kamen Ende Mai die Mitglieder der HKI-Fachabteilung Brennholz & Biomasse zu ihrer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle politische Entwicklungen, die weitere Positionierung der Holzenergie sowie laufende Projekte und Aktivitäten der Fachabteilung. Ein Schwerpunkt der Beratungen waren die aktuellen Rahmenbedingungen für die energetische Holznutzung auf nationaler und europäischer Ebene. Die Teilnehmer informierten sich über politische Vorhaben in Berlin und Brüssel sowie deren mögliche Auswirkungen auf die Branche. Gleichzeitig wurde die Bedeutung einer starken Interessenvertretung und eines kontinuierlichen Austauschs mit Politik, Behörden und weiteren Branchenpartnern hervorgehoben. Darüber hinaus standen die Öffentlichkeitsarbeit für die Holzenergie, kommende Messeaktivitäten sowie aktuelle Entwicklungen innerhalb der Branche auf der Agenda. Begleitet wurde die Veranstaltung von Fachvorträgen und zahlreichen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Holzenergie auch künftig ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, regionalen und unabhängigen Wärmeversorgung bleibt. Entsprechend wird sich der Verband weiterhin aktiv für die Belange der Branche gegenüber Politik, Markt und Öffentlichkeit einsetzen.
4. Februar 2026
Der am Anfang des Jahres großflächige Stromausfall in Berlin verdeutlicht einmal mehr die Abhängigkeit zentraler Lebensbereiche von einer funktionierenden Stromversorgung. Betroffen sind nicht nur zehntausende Haushalte und tausende Unternehmen, sondern auch Schulen, Geschäfte, Tankstellen, Internet- und Mobilfunknetze, Überwachungsanlagen sowie strombasierte Heizsysteme. Auch eine digitale Infrastruktur ist keine Selbstverständlichkeit. Die Stadt hatte zeitweise sogar die Großschadenslage ausgerufen. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie fragil eine rein strombasierte Energie- und Wärmeversorgung sein kann. Vielen Betroffenen wurde erstmals bewusst, dass auch Fernwärme und Photovoltaikanlagen ohne Strom nur eingeschränkt oder gar nicht funktionieren. Diese Situation macht deutlich: „Versorgungssicherheit und Krisenvorsorge müssen wieder stärker in den Fokus rücken und damit auch eine unabhängige Wärmeversorgung“, so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V.(HKI) „Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse, Cyber-Risiken, globaler Krisenherde und Sabotageakte oder die regelmäßige Überlastung unserer Stromnetze müssen wir über robuste und unabhängige Backup-Lösungen nachdenken“; betont Kienle weiter. Holzfeuerstätten stellen Grundversorgung sicher Der Verband betont, dass dezentrale, stromunabhängige Lösungen einen wichtigen Beitrag leisten können. Haushalte mit einer Einzelraumfeuerstätte und einem funktionsfähigen Versorgungsschornstein, sind in der Lage, zu heizen, Wasser und Milch zu erhitzen oder einfache Mahlzeiten wie Suppen zuzubereiten und damit auch die Nachbarschaft zu unterstützen. Das entlastet zusätzlich das Krisenmanagement vor Ort. Zumal die Hersteller neben reinen Holzherden, auch Mehrwertöfen mit Backfach und Kochfeld anbieten. Speicherfeuerstätten sind in der Lage mit wenig Brennstoff gespeicherte Wärme über Stunden sukzessive an den Aufstellraum abzugeben. Früher war der sogenannte Vorsorge- bzw. Notschornstein in Deutschland und Österreich Standard. Der Stromausfall in Berlin unterstreicht die Notwendigkeit, das Thema Versorgungssicherheit, Resilienz und Krisenvorsorge neu zu diskutieren. Neben dem Ausbau moderner Energien braucht es auch robuste Backup-Lösungen. Eine technologieoffene Diskussion über Vorsorgeschornsteine und Notwärmelösungen ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Dabei kann eine Feuerstätte als zentraler Baustein der Gebäuderesilienz eine tragende Rolle spielen.









